Vatertag und ein Wochenende in der Natur

Hoffe ihr hattet einen schönen Vatertag und seid vielleicht sogar in den Genuss eines langen Wochenendes gekommen! Letzteres war mir vergönnt und ich habe die gewonnene Zeit genutzt, um endlich ein seit Monaten versprochenes Törtchen zu backen. Entsprechend der Vorlieben der Beschenkten ist es ein Schoko-Kirsch-Layer-Cake geworden! (Keine Sorge, die zur Blog-Eröffnung angekündigten Schoko-Himbeer-Cupcakes folgen in Kürze!) Außerdem gab es bei schönstem Wetter die ersten Vorboten des Sommers zu bestaunen und ich habe mich von einigen Sonnenstrahlen kitzeln lassen.

Das fertige Törtchen - Schokoladenböden und Kirschfüllung verstecken sich unter bunter Buttercreme

Zutaten:

Aber zurück zum Naschwerk...für die Böden des Törtchens habe ich das Rezept der "Kardamontorte mit Blaubeeren" aus dem Buch "Torten" der wunderbaren Linda Lomelino (Call me Cupcake) leicht abgewandelt. Für insgesamt sechs dünne Schokoböden benötigt man:

  • 3 große Eier
  • 240 g Zucker (darin 2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, den mit den vielen schwarzen Pünktchen drin)
  • 100 ml Milch (erhitzt)
  • 200 g dunkle Schokolade - Intensität je nach Geschmack - gehackt, geschmolzen und auf Zimmertemperatur abgekühlt
  • 180 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

für die Fruchtfüllung:

  • 600 g Sauerkirschen
  • 120 g Gelierzucker 1:1
  • 1-2 EL Rum
  • Einige Spritzer Zitronensaft

für die Buttercreme:

  • 300 g Butter
  • 300 g Frischkäse (Vollfettstufe)
  • 375 g Puderzucker

Zubereitung:

Die Böden backe ich meist schon am Vorabend, damit sie gut auskühlen können und schon etwas durchziehen. Dazu bereite ich zwei runde Backformen (18 cm Durchmesser) vor, in dem ich jeden Boden mit Backpapier auslege. Das gelingt am einfachsten wenn man das Papier auf die Größe des Bodens zuschneidet. Den Backofen noch rasch auf 160 Grad Umluft einstellen, damit er schön vorheizen kann und los geht's! Die Eier mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer schaumig rühren, d.h. das Volumen der Masse sollte sich mindestens verdoppelt haben. Auch wenn es eine Geduldsprobe sein kann, aber lieber zu lange mixen als zu kurz! Die erhitzte Milch zugeben und weiter rühren. Anschließend die zimmerwarme Schokolade in einem dünnen Strahl zugeben und gründlich untermischen. Nun hat meine Küchenmaschine Pause, denn Mehl und Backpulver siebe ich über die Masse und hebe sie anschließend vorsichtig mit einem Teigschaber oder Holzlöffel unter. Die Handarbeit lohnt sich, denn in der Küchenmaschine mixt man das Mehl schnell zulange unter und dann werden die Böden klietschig! Da die Kirschsaison leider noch nicht begonnen hat, habe ich tiefgefrorene Sauerkirschen verwendet! Die nicht aufgetauten Kirschen mit dem Gelierzucker, einigen Spritzern Zitronensaft und dem Rum in einem großen Kochtopf mischen. Die Masse wird anschließend wie Marmelade gekocht, das heißt unter stetem Rühren langsam aufkochen bis sie sprudelnd kocht. Wenn es so weit ist 2-3 Minuten weiterkochen - das Rühren dabei nicht vergessen! Da die Kirschen viel Wasser ziehen ähnelt das Ergebnis eher Kirschsaft mit Fruchteinlage als Marmelade, aber keine Bange alles soll so sein und wird weiter verwendet! Nun fehlt nur noch die Buttercreme und schon kann die Torte zusammen "gebaut" werden. Ich setzte auf die Butter-Puderzucker-Frischkäse-Variante, denn sie schmeckt leichter als die klassische Buttercreme und wenn man ein paar Dinge beachtet ist sie rasch hergestellt und absolut "geling-sicher"! Das A und O ist, dass Butter und Frischkäse Zimmertemperatur haben!! Also empfiehlt es sich beide Zutaten etwa zwei Stunden bevor es losgehen soll aus dem Kühlschrank zu nehmen und Zimmertemperatur annehmen zu lassen. Weiche Butter kurz schaumig rühren und dann nach und nach den gesiebten Puderzucker sehr gründlich untermischen. Hier kommt meine Küchenmaschine wieder zum Einsatz, denn beim Probieren darf der Zucker nicht mehr knirschen! Wenn das gelungen ist nach und nach den Frischkäse ebenso gründlich unterrühren!

Schicht für Schicht...die einzelnen Schokoböden mit Kirschsaft, Buttercreme und Kirschen bestreichen. Ausnahme bildet einzig der "Deckel", der pur auf die Torte kommt und nur mit Buttercreme bestrichen wird.

Schicht für Schicht...die einzelnen Schokoböden mit Kirschsaft, Buttercreme und Kirschen bestreichen. Ausnahme bildet einzig der "Deckel", der pur auf die Torte kommt und nur mit Buttercreme bestrichen wird.

Die beiden Böden aus der Form lösen und mit einem Tortenschneider oder einem Messer jeweils horizontal in drei Böden teilen. (Wer möchte schneidet die oberste Schicht der Böden ab, da diese meist etwas fester und evtl. nicht ganz glatt ist.) Jeden Boden mit 2 EL von dem entstanden Kirschsaft tränken, mit einem EL Buttercreme bestreichen und anschließend 1-2 EL Kirschen darauf verteilen. Den untersten Boden setze ich auf Backpapierstreifen, damit der Tortenteller sauber bleibt! Nun nach und nach alle so belegten Böden Schichten und anschließend den Deckel sowie am Rand dünn mit Buttercreme einstreichen. So werden Rand und „Deckel“ der Torte schön glatt.

Das Törtchen im Rohbau - bereit für eine Pause im Kühlschrank

Das Törtchen im Rohbau - bereit für eine Pause im Kühlschrank

Die Torte kommt – quasi als Rohbau – für ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank. Die restliche Buttercreme stelle ich auch für die Zeit in den Kühlschrank und hole sie ein paar Minuten bevor es weitergehen soll wieder raus, damit sie spritz- bzw. streichfähig ist. Für die Verzierung die Buttercreme ganz oder teilweise färben oder schlicht weiß lassen. In einen Spritzbeutel füllen – ich nehme am liebsten Einweg-Spritzbeutel – und die Torte mit der Creme verzieren. Alternativ lässt sich die Creme auch mit einer Palette auf die Torte streichen. Ich habe mich diesmal für eine Sterntülle entschieden und Rosen auf den „Deckel“ gespritzt. Die Ränder habe ich in einer anderen Farbe mit einem schlichten Muster verziert. Aber das bleibt vollkommen euren individuellen Vorlieben und Geschmack überlassen.  

So, nun wünsche ich euch gutes Gelingen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!